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2011-07-06

down. absolutely down

FRAGMENT 1985 / 2011

ach elend wie zum sterben
fühl ich mich heute wieder.
aus vielen tiefen kerben
tropft blut zu meinen füßen nieder.
der rote saft – aus meiner haut
und unter schmerzen rinnend –
und über mir der abend blaut
im stillen noch beginnend.

auf meine augen sinkt die nacht
in meine brust dringt eis,
das mit sich fortreißt voller macht
was ich vom leben weiß.

In diesem Sinne: paßt aufeinander auf

© 1985/2011 - Der Emil

2011-03-18

Gute Nacht

Zu tränen rührend

… ist auch ganz Anderes als das, was zur Zeit die Nachrichten bestimmen.

Habt ihr euch schonmal verabschiedet?

Weil ihr es wolltet? Obwohl es euch gutging? Da wo ihr wart oder mit dem, was ihr hattet? Richtig gutging?

Genau das hab ich schon desöfteren getan.

Und dafür gibt es ein Lied:

 
Gute Nacht, Freunde
Es wird Zeit für mich zu geh'n
Was ich noch zu sagen hätte
Dauert eine Zigarette
Und ein letztes Glas im Steh'n

Für den Tag, für die Nacht unter eurem Dach habt Dank!
Für den Platz an eurem Tisch, für jedes Glas, das ich trank
Für den Teller, den ihr mit zu den euren stellt
Als sei selbstverständlicher nichts auf der Welt

Gute Nacht, Freunde
Es wird Zeit für mich zu geh'n
Was ich noch zu sagen hätte
Dauert eine Zigarette
Und ein letztes Glas im Steh'n

Habt Dank für die Zeit, die ich mit euch verplaudert hab'
Und für Eure Geduld, wenn's mehr als eine Meinung gab
Dafür, daß ihr nie fragt, wann ich komm' oder geh'
Für die stets offene Tür, in der ich jetzt steh'

Gute Nacht, Freunde
Es wird Zeit für mich zu geh'n
Was ich noch zu sagen hätte
Dauert eine Zigarette
Und ein letztes Glas im Steh'n

Für die Freiheit, die als steter Gast bei euch wohnt
Habt Dank, daß ihr nie fragt, was es bringt, ob es lohnt
Vielleicht liegt es daran, daß man von draußen meint
Daß in euren Fenstern das Licht wärmer scheint

Gute Nacht, Freunde
Es wird Zeit für mich zu geh'n
Was ich noch zu sagen hätte
Dauert eine Zigarette
Und ein letztes Glas im Steh'n

Gute Nacht, Freunde
Es wird Zeit für mich zu geh'n
Was ich noch zu sagen hätte
Dauert eine Zigarette
Und ein letztes Glas im Steh'n
 

In diesem Sinne: Sleep well.

© 2011 - Der Emil

2011-03-06

Lied ohne Noten

(im Stile Hermann van Veens zu singen)

Manchmal schreibe ich Gedichte. Auch heute noch. Und manchmal hab ich auch gleich die Melodie dazu.

So war es bei diesem Stück:

 
Lied ohne Noten
 
ein ausgerissner baum / streckt leise seine aeste
hinaus in'n weiten Raum / als ob ich ihn erpresste
zu bluehen noch in Todeswund
zu bluehen noch zu spaeter stund
ein ausgerissner baum / reckt leise seine aeste
 
ein hingeworfner stein / schickt muede noch sein funkeln
in'n abenddaemmerschein / man sieht ihn kaum im dunkeln
's ist keiner der ihn angefasst
er ist nur noch das was man hasst
ein hingeworfner stein / schickt muede noch sein funkeln
 
ein abgerissner halm / vom gras dort auf der wiese
vergeht ganz schnell im qualm / wenn ich in's feuer giesse
das oel, das hitze treibt und glut
das oel, das wallen laesst das blut
ein abgerissner halm / vom gras dort auf der wiese
 
ein mensch der nicht versteht / das menschen menschen lieben
der ahnt nicht dass schon steht / sein ende festgeschrieben
verzweiflung wut und trauer auch
zerfressen ihm herz hirn und bauch
ein mensch der's nicht versteht / wird niemals wirklich lieben

© 2001 - Der Emil
 

 
Ein (selbstgesungenes, selbstgitarrisiertes) OGG davon liefere ich im Laufe der Woche nach.

In diesem Sinne: Singt mal wieder!

© 2011 - Der Emil

2011-02-24

Briefe von Tieren

Flachsi

Wolfgang Edelmayer ist (in meinen Augen und Ohren) ein Ausnahmekünstler.

Einer, der sich auch engagiert.

Einer, der sich äußern kann und sich äußert.

Und wenn ich dieses Lied höre, dann vergesse ich das ganze Guttengeberge des Herrn von und zu CopyPaste.

Denn das ist nicht das wichtigste Thema. Und Tiere sind ehrlicher als Adlige. Tiere können nicht betrügen.

Sie werden genauso betrogen wie wir Menschen.

Wir könn(t)en uns wehren.

In diesem Sinne: «Bleibet im Lande und wehret euch täglich!» (Hieß es '89 auch schon.)

© 2011 - Der Emil