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2013-01-01

Prosit Neujahr!

Zwo Null Eins Drei – Zwanzig Dreizehn

 

So schnell war es vorbei, das Jahr 2012. Und jetzt ist schon seit sechs Stunden 2013.

Es wird wieder eine ganze Weile dauern, ehe ich mich beim Datumschreiben an die neue Jahreszahl gewöhnt habe. Aber sei's drum!

Gute Vorsätze habe ich für dieses Jahr nicht gefaßt – die würde ich ja auch nicht halten. Trotzdem möchte ich gerne die eine oder andere Sache in meinem Leben ändern:

  • Meine Freiheit genießen.
  • Alle meine Blogs regelmäßig mit Inhalt füllen.
  • Etwas lernen, das nicht wirklich lebensnotwendig ist.
  • Im Jetzt leben.

Allen Lesern wünsche ich für dieses Jahr 2013 viel Glück und Gesundheit – und von allem, was nötig ist, immer ein wenig mehr als nötig ist!

In diesem Sinne: Bis neulich!

© 2012 - Der Emil

2011-07-30

Unwirkliche Tatsachen

Nach dem vorzeitigen Abbruch meines – unseres? – “Traumes” fiel ich nicht in ein Loch, denn ich wollte nicht glauben, daß damit alles zuende ist. Genausowenig, wie ich vorher an Lügen u.ä. glauben wollte. Die Zuversicht und die Hoffnung und der Glauben an eine gemeinsame Zukunft waren übermächtig.

Dann aber, nur keine 40 Stunden nach der schlechten Nachricht bzw. nach dem abrupten Abschied, begann das Leben für mich völlig unwirklich zu werden.

Und selbst als ich es im wahrsten Sinne des Wortes “begreifen” konnte, daß am Freitag Abend die Fortsetzung stattfand, daß sie wieder hier war, schien es mir unwirklich.

Ich war überglücklich, auch, weil sie meine Hoffnungen und Wünsche bestärkte, weil sie nämlich ähnliche und gleiche Hoffnungen und Wünsche hat. Ja, sie war hier. Neben mir, vor mir. Aber die ganze Zeit war in mir dieses übergroße Gefühl der Unwirklichkeit, des Unglaubens – und immer mit einem Dauergrinsen im Gesicht. Alle paar Minuten schüttelte ich den Kopf (meist nur innerlich) und dachte, daß das ja nicht wahr sein kann.

Ich stand neben mir, beobachtete mich und konnte mir attestieren, daß ich jetzt völlig durchgeknallt wäre.

Es fühlt sich wieder immernoch an wie ganz frisch verliebt bis über beide Ohren. Und es ist ein gutes Gefühl. Selten in meinem Leben war ich so zuversichtlich wie in den letzten Wochen, so stabil positiv denkend wie jetzt.

Wenn wir telefonieren – und das tun wir ziemlich oft und lang – dann sprechen wir manchmal über die Vergangeneit. Meine Erinnerungen tauchen nämlich nur langsam auf aus der Versenkung, in die ich sie geschickt hatte. Viel öfter sprechen wir über und träumen wir (ziemlich konkret) von der Zukunft. Einer gemeinsamen.

Vor acht Wochen habe ich begonnen, richtig nach ihr zu suchen. Was heute ist, war nicht vorstellbar. Hätte mir jemand davon erzählt, hätte ich denjenigen für völlig verrückt erklärt. Und so bleibt es bestimmt noch eine ganze Weile, was es ist: unwirklich erscheinend und doch glücklich machend.

In diesem Sinne: Manchmal ist die Wirklichkeit das größte Wunder.

© 2011 - Der Emil

2011-07-09

Glaubensfrage

 
 

Ich möchte glauben, was ich nicht glauben kann.

 
 

Ich könnte glauben, was ich nicht glauben möchte.

 
 

Ein Traum, acht lange Tage hat mich ein Traum beflügelt und zu Boden gerissen. Aber es war doch nur ein Traum?! Und den konnte mensch mit einer einzigen Nachricht einfach so wieder platzen lassen?
 
 
Es scheint tatsächlich möglich zu sein.
 

Trotzdem ist etwas anders geworden: Ich. Ich habe in den acht Tagen einiges über mich gelernt, und das nimmt mir niemand. Ich bin jetzt – im Moment! – verbittert, besser noch: verstört. Aber das geht vorbei …

 
 

In diesem Sinne: ich bleibe verwirrt.

© 2011 - Der Emil

2011-06-05

Stammeltext

Sonderbares

(re-blog meines Textes vom 4. Juni 2011 bei Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen)

 
Sommerheiszes Himmelblau über getrocknetem Gras / noch auf der Wiese stehend / Nasz fehlt

Staubwolken / wo Regenschleier herbeigesehnt werden

Auch sehr sommerlich gekleidete / Menschenfrauen / lenken mein Hoffen nicht ab

Ich spüre wie der Zeit / die welken Natternzungen / am knisternden Ahorngaumen kleben

Kurz vor'm Sonnenaufgang stillt / kein Tau den Durst / kein feuchter Nebel deckt / seine kühlenden Schwaden auf's Land

Zu Mittag glost die Hitze / und der Wind erstirbt / Drückende Schwüle / Nur Wenigem gelingt / der Rückzug in einen Schatten

Sehnsüchtig / warte ich auf das Dunkel / das der Nacht oder das / des Kellers

Eine sandgelbe Dampflokomotive / röchelt über die Kreuzung / auf die riesige Fischfotos / geklebt wurden

Vor dem Haus / auf der Wiese / am Schilf / unter dem Gebüsch / und im Wald tanzen / Gespenster aus feinstem Quarzkristall

Die Wüste reckt / schonmal ihre heiszen Gebeine / ins Land

Neben mir schnarcht herzerweichend /
und mit winzigen funkelnden /
Perlen Schweiszes bedeckt /
eine kahlrasierte Pudelhündin

Zeit / zubettzugehen
 

© 2011-06-03 - Der Emil CC by-nc-sa der_emil(at)arcor(dot)de
 
Diesmal creative commons license by-nc-sa 3.0 de Namensnennung–Nichtkommerziell–Weitergabe unter gleicher Lizenz – Abwandlungen / Verarbeitung ausdrücklich erlaubt.
 

Das kommt heraus, wenn ich im Dämmern zwischen Wachtraum und frischem Kaffee meinen Stift von der Leine der Konzentration lasse: Eines Morgens früh ohne Absicht und unkontrolliert entstanden.

Und weil ich nicht weiß, was ich damit anfangen soll, also überlaß ich es euch …

In diesem Sinne: Freiheit den Stiften (und der schmutzigen Phantasie)!

2011-02-15

Lebensschuld Träume

»Ich kann meine Träume nicht / fristlos entlassen / Ich schulde ihnen noch / mein Leben.« Frederike Frei

Oh ja. Träume hab ich noch.

Die EINE Frau noch heiraten. Mit meiner Knipserei und Schreiberei meinen Lebensunterhalt verdienen …

Das sind die beiden größten.

Völlig ungerührt, gar erleichtert am Grab der Frau stehen, die mich gebar. Mit meinem Vater ein Bier trinken. Meinem Sohn tatsächlich erklären können …

Wieder drei.

Einmal einen Monat als Frau leben. (Ja, um dann nicht nur so zu denken, sondern auch so zu handeln, so auszusehen und so zu empfinden. Und selbst, wenn mir diesees Leben besser gefallen sollte als das männliche, nach dem Monat will ich wieder ich sein.)

Zufrieden und schmerzfrei sterben.

Genug jetzt. Träumt ihr auch? Auch so seltsames Zeug wie ich? Oder noch Seltsameres? Wollt ihr wirklich ohne Träume leben?

In diesem Sinne: Träumt weiter, weiter als ihr euch vorstellen könnt.

© 2011 - Der Emil