2012-03-31

Das Schlimmste aber ist


Ungewißheit.

Keine Ahnung habe ich. Ich weiß nicht, ob ich etwas falsch gemacht habe. Ich weiß nicht, ob meine Versuche anzurufen sie nur nerven. Vielleicht habe ich auch einfach etwas vergessen?

Hat sie eine Bemerkung gestern in den falschen Hals bekommen? Naja, Mißverständnisse klären sich am leichtesten, wenn man nicht darüber spricht.

Habe ich zuviele oder zuwenige SMS geschickt? Will sie mir – wiedereinmal – nicht wehtun? Damit, daß sie nicht mit mir spricht, jegliche Kommunikation verweigert. Das allerdings ist das einzige, was wirklich wehtut.

Und die daraus resultierende Ungewißheit. Schweigen auf allen Kanälen. Diese schreiende Stille.

Ich weiß nicht, was geschehen ist. Ich weiß nicht, was ich tun kann. Außer auszuhalten, zu dulden, zu leiden.

 

Der Lüge Anfang
Und das Ende der Wahrheit
Ist schon Dein Schweigen.
 

Ein Senryū

 

Schweigen kann aber noch viel mehr. Mir tut ihr Schweigen weh. Meine Phantasie fährt Achterbahn, stürzt mich fast in die Depression. Verzweifelt klammere ich mich an meine Texte, an die, die ich ganz unten geschrieben habe, an die, in denen ich mir versprach, daß es soweit nicht mehr kommt.

Aufbauen muß ich mich – stärken muß ich mich. Eines meiner alten Verhaltensmuster kann ich – glücklicherweise – nicht mehr verfolgen. Also laufe ich (im übertragenen Sinne, eben nur gedanklich) wie ein Tiger im Käfig hier hin und her.

Verzweifelt, traurig und zum Teil resigniert winke ich der Hoffnung hinterher, die soeben beschlossen hat, mich zu verlassen …

In diesem Sinne: Bis neulich.

© 2012 - Der Emil

1 Kommentar:

Kifthi Graßner alias FrankdeBank_171 hat gesagt…

Wärst du ganz und gar
fast so wie mechanisch nachstellbar,
als ein Bewacher und Bewahrer,
als Beschützer deiner Selbst
mit einem Schulterzucken bewaffnet und
mit eisigen Blick voller Ignoranz ausgestattet.
Dann würden dir auf ganzer Linie
diese schmerzlichen Worte fehlen
um deinem Umfeld tief verspürt im Kampf zwischen Hoffen und Bangen zu erzählen
von Liebe und Kummer der dich dabei berührt.

Emil, bleib einfach so wie du bist und den Rest besorgt für dich der Wind!

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